Vorhang der Hoffnung
Theater im Pfalzbau und Oper Halle
Im April 2010 wurden 126 Stoffquadrate an Schulen und Jugendgruppen in Halle, Ludwigshafen und Umgebung verteilt, die von Jugendlichen mit ihren Gedanken, Träumen und Hoffnungen künstlerisch gestaltet werden sollten. Fleißig beklebten, bestickten, bemalten und besprayten die Jugendlichen ihre Stoffteile und setzten sich in eigenen Texten mit ihren Zukunftsvisionen, der Gesellschaft und der Thematik von Wagners „Ring des Nibelungen“ auseinander.
Diese 75 × 75 cm großen Kunstwerke und das Zitat „Vor- Schein auf der fernsichtreichen Höhe der Zeit“ von Ernst Bloch wurden in den Theaterwerkstätten Halle zu einem „Vorhang der Hoffnung“ zusammengenäht. Die Anordnung der Teile des Vorhangs durften die Mädchen und Jungen gemeinsam mit dem Regisseur Hansgünther Heyme selbst vornehmen.
Vor jeder Vorstellung der Tetralogie „RING des Nibelungen“ in Ludwigshafen und Halle wird der fertige „Vorhang der Hoffnung“ als Hauptvorhang zu sehen sein. So wird das Publikum mit Hoffnungen, Wünschen und Ängsten der heutigen Jugendlichen konfrontiert.
Dieses Projekt im Rahmen von „RINGplus“, dem Rahmenprogramm des „RING Halle Ludwigshafen“, soll zum Nachdenken über die Zukunft anregen und zugleich das Interesse der Jugendlichen für Richard Wagners Werk „Der Ring des Nibelungen“ und das Theater im allgemeinen wecken. Die mitwirkenden Gruppen des Vorhangs wurden herzlich zu einem Probenbesuch der Oper „Das Rheingold“ eingeladen.



