Walküre - Beginn der ‘heißen Phase’ in Ludwigshafen
14.10.2011 | Carolin Stöckl, Praktikantin RING Halle Ludwigshafen | 4 Kommentare
Viele Menschen gehen gerne in die Oper und wenn sie nach einer Aufführung dann nach Hause gehen, denken die meisten: „WOW, war das toll!“ Doch wie viel Arbeit schon viele Wochen vorher dahinter steckt, darüber machen sich die wenigsten Gedanken. Ich war nun zwei Wochen live dabei, bei den Vorbereitungen zur „Walküre“ in Ludwigshafen.
Nachdem Hansgünther Heyme, Intendant des Theaters im Pfalzbau und Regisseur der „Walküre“ zuvor in der RING-Kooperationsstadt Halle war, ist er nun wieder im Haus und gibt Anweisungen, was bis zur Premiere in Ludwigshafen noch alles erledigt werden muss. Die Anspannung ist groß, da ständig neue Probleme auftauchen, die so schnell wie möglich gelöst werden müssen.
Doch dafür ist die Zeit auch schon wieder knapp, denn ständig klingelt das Telefon. Vorveranstaltungen, wie zum Beispiel die Einführung in „Die Walküre“ von Richard Vardigans müssen vorbereitet werden. Die Pressewand will bestück und Stühle müssen gestellt werden. Im Büro der Koordination des Projekts RING Halle Ludwigshafen geht es drunter und drüber, ständig kommt irgendwer ins Büro und will etwas wissen und alle bemühen sich, jede Frage beantworten zu können.
Ab Montag (10.10.11) ging es dann auf der Bühne los: Die Techniker aus Halle waren angereist, um alle Bühnenbilder und Requisiten aus riesigen LKWs auszuladen, die Bühnenbilder aufzubauen und die Beleuchtung für „Die Walküre“ einzustellen. Am Mittwoch reisten auch die Sänger aus Halle an, um donnerstags zum ersten Mal mit der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz zu proben. Heute (14.10.11) findet nun die erste Regieprobe mit Hansgünther Heyme statt und in der nächsten Woche folgen die Ludwigshafener Endproben, bei denen die Sänger mit dem Orchester auf der Bühne des Theaters im Pfalzbau zusammenkommen.
Der zweite Teil des Opernzyklus rückt also immer näher und am Freitag, dem 21.10.2011 ist es dann endlich soweit, um 18 Uhr beginnt die Premiere. Am Sonntag (23.10.11) um 16 Uhr findet die zweite Aufführung von Wagners „Walküre“ in Ludwigshafen statt und es folgt eine Zeit mit lauter RINGplus-Veranstaltungen. Doch die Vorbereitungen für „Siegfried“ lassen nicht lange auf sich warten – schon jetzt wird das Plakat dafür gestaltet.
Für mich als Praktikantin waren es spannende Wochen, ein volles Theater bei der Arbeit beobachten zu können, zu sehen, wie eine Opern-Produktion in ihrer Endphase aussieht und mitanzupacken.
Kommentare
4 Kommentare bisher zu "Walküre - Beginn der ‘heißen Phase’ in Ludwigshafen" // zum Formular
Vielen Dank für den Kommentar und Ihr Lob für die Öffentlichkeitsarbeit! Was meinen Sie denn mit “Urfassung”? Sowohl in Ludwigshafen als auch in Halle werden unbearbeitete Fassungen aller “Ring”-Opern aufgeführt - natürlich in einem zeitgemäßen Regie- und Ausstattungskonzept. Die “Interpretation” von Karl-Heinz Steffens (Dirigent) und Hansgünther Heyme (Regie und Ausstattung) erfahren Sie natürlich am besten, indem Sie eine der Aufführungen besuchen…
Bravo! Die mit viel Engagement gespielte und gesungene Walküre braucht sich nicht zu verstecken. Sie hat mir außerordentlich gut gefallen und kann sich jedem Vergleich stellen.
Besonders hervorzuheben ist neben der homogenen Leistung von Orchester und dem Ensemble der herausragende Tenor des Siegmund, der mit Sicherheit internationale Bedeutung erlangen wird. Für eine Würdigung von Inszenierung und Regiearbeit ist es noch zu früh.
Interessant wären - vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt - auch gegenseitige Gastspiele in Mannheim, Karlsruhe und Mainz…
Vielen lieben Dank für dieses große Lob! Wir sind nun ganz motiviert und stürzen uns schon in die Vorbereitungen für “Siegfried”, dem dritten Teil des RING-Zyklus, der am 26.10.2012 dann auch in Ludwigshafen Premiere haben wird.
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Edgar Linnebach schrieb am 21.10.11 um 17:00 Uhr:
Ich bin erfreut, dass sich Ludwigshafen so sehr Richard Wagner annimmt.
Die viele Öffentlichkeitsarbeit, auch in der Presse Mannheim, ist begrüßungswert.
Interessant wäre zu erfahren, wie sich die Theaterleute den Inhalt diesmal
interpretieren, da ich eigentlich ein Verfechter der Urfassung bin.