RING Halle Ludwigshafen/Ring2013

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Nach dem Spiel ist vor dem Spiel

24.11.2010 | Susanne Holfter, Dramaturgie Oper Halle | 0 Kommentare

… oder nach der Premiere ist vor der Premiere … Kaum ging die Premiere von „Das Rheingold“ in Ludwigshafen über die Bühne, war auch schon wieder der Adrenalinspiegel bei allen Beteiligten der Hallenser Premiere ordentlich hoch. Denn kaum ein Projekt findet regional wie überregional so große Beachtung und wurde mit Spannung erwartet wie der Auftakt von Wagners „Ring des Nibelungen“, geschmiedet in Halle und Ludwigshafen.

Die Vorzeichen für diese „zweite Premiere“ standen gut: Der genesene Tenor Ralph Ertel konnte wieder wie gewohnt über seine Stimme verfügen, Karl-Heinz Steffens stand wenige Stunden vor der Aufführung einigen Pressevertretern Rede und Antwort, und die Foyers des Opernhauses waren in kaum zu übersehener Weise stückbezogen dekoriert. Von einigen Auszügen aus Pressekritiken, über gerahmte Plakate des „Vorhangs der Hoffnung“ bis zu großformatigen Bildern hallescher Schülerinnen und Schüler zum Thema Hoffnung samt ihrer zu Papier gebrachten Idee dazu war alles auf diesen wichtigen Tag eingestellt. Und für diejenigen, die den RING auf andere Weise konservieren wollten, hielten und halten wir auch demnächst RING-T-Shirts und beste Weißweinspezialitäten aus der Pfalz und von der Unstrut bereit.
Man hätte einen Nagel auf die Bühne fallen hören, so groß war die Spannung. Nach gut zweieinhalb Stunden gab der kräftige Applaus den Initiatoren und tatkräftigen künstlerischen wie organisatorischen Mitstreitern Recht, die mit Enthusiasmus und einer großen Portion Idealismus an das Projekt herangegangen waren und nun die Bestätigung und die Früchte für ihr Wagnis ernteten. Nach zwei ausverkauften Vorstellungen hieß es schon wieder Abschied nehmen – wenngleich »Das Rheingold« im Mai 2011 noch als Gastspiel mit der Staatskapelle Halle viermal in Heilbronn und nächste Spielzeit, im Herbst 2011, in Halle gezeigt wird.
Am Montag, einen Tag nach der zweiten Vorstellung, sind die Bühnenkulissen bereits abgebaut und warten auf der Seitenbühne der Oper Halle auf ihren Abtransport ins Kulissenlager, wo sie zunächst – zusammengesperrt mit anderen Bühnenbildern – ein paar Monate ausharren müssen.
Während für einen Teil der Gesangssolisten von „Rheingold“ in Halle gerade die Proben für die nächste große Opern-Neuproduktion „Lulu“ (Premiere am 5. Februar 2011) beginnen, kümmert sich Hansgünther Heyme, der Hausherr seines Theaters im Pfalzbau, um seine VI. Festspiele Ludwigshafen und ist doch in freien Minuten schon ganz intensiv mit der „Walküre“ befasst. Noch im Februar 2011 wird die Bauprobe dazu stattfinden, bei der Bühnen- und Kostümbild bereits ein ziemlich konkretes Gesicht in Form von Skizzen und Zeichnungen erhalten, nach denen dann kurz darauf die Produktion in den entsprechenden Werkstätten der Theater, Oper und Orchester GmbH Halle beginnen. Bis dahin muss das ganze Regiekonzept stehen. Das wohlverdiente Durchatmen nach der ersten Etappe währt also nur kurz und mündet sogleich in einen kreativen weiteren Schöpfungsprozess. In diesem Sinne: Wohl an und auf zu neuen Taten!

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Eine Koproduktion des Theaters im Pfalzbau Ludwigshafen und der Oper Halle in Kooperation mit der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz.

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