Grußworte “Die Walkuere”
Das Projekt “RING Halle Ludwigshafen” steht unter Schirmherrschaft der Ministerpräsidenten der beiden Länder Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt, Kurt Beck und Prof. Dr. Reiner Haseloff.
Grußwort von Kurt Beck, Ministerpräsident Rheinland-Pfalz
Sehr geehrte Damen und Herren,
nach dem großen Erfolg des RHEINGOLDES freuen wir uns auf die WALKÜRE. Als Schirmherr danke ich allen, die den zweiten Teil des RINGES ermöglichen. Stellvertretend erwähne ich Karl-Heinz Steffens, Chefdirigent der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz und Generalmusikdirektor der Staatskapelle Halle, Pfalzbau-Intendant Hansgünther Heyme, die Solisten, Sponsoren und nicht zuletzt alle, die das Rahmenprogramm ermöglichen. Das Land Rheinland-Pfalz hat gerne das große Ludwigshafener Kulturereignis, die Aufführungen der Tetralogie Richard Wagners, unterstützt.
Ihnen, liebe Wagnerfreundinnen und -freunde, wünsche ich eine faszinierende Aufführung der WALKÜRE.
Ihr
Kurt Beck
Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz
Grußwort Dr. Reiner Haseloff, Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt
Liebe Opernfreunde!
Richard Wagner hat unsere Vorstellungen von der Oper revolutioniert. In ihm vereinigten sich in außergewöhnlicher Weise Musiker- und Dichtertum. Wagner gehört zweifellos zu den hochbedeutsamen geistigen Revolutionären des 19. Jahrhunderts. Zehn seiner Opern zählen zu den Meisterwerken der abendländischen Musik, und ihre Inszenierung ist für jedes Opernhaus eine große Herausforderung.
Das gilt insbesondere für Wagners ambitioniertestes Kunstwerk, den RING DES NIBELUNGEN. Mehr als die Hälfte seines Lebens beschäftigte sich Richard Wagner mit dem RING und seinen mittelhochdeutschen und altnordischen Quellen. Mit ihm erfüllte sich der Komponist seinen Traum vom vollkommenen Kunstwerk. Der RING DES NIBELUNGEN ist ein künstlerisches Produkt sui generis: ein Weltenschöpfungsdrama, das zeitlos und modern ist. DER RING beantwortet Fragen, die sonst nur in der Philosophie und Theologie gestellt werden.
Uraufgeführt wurde DIE WALKÜRE, der erste Tag des Bühnenfestspiels, 1870 in München: gegen den Willen Wagners. Er wollte eine Inszenierung der gesamten Tetralogie. Sie fand jedoch erst sechs Jahre später in Bayreuth statt. Seitdem hat sich der RING auf den Spielplänen der großen Opernhäuser behauptet.
Gelegentlich werden Teile der Tetralogie auch separat produziert. Das trifft insbesondere auf DIE WALKÜRE zu: das dramaturgisch und inhaltlich spannendste Stück des RINGS. Einzelne Passagen wie der Walkürenritt genießen heute eine große Popularität, und Wotans Abschied und Feuerzauber in der WALKÜRE gilt zu Recht als ein Höhepunkt im Schaffen Wagners. So ist heute – entgegen Wagners ursprünglicher Intention – DIE WALKÜRE für viele Opernfreunde das Glanzstück der Tetralogie.
Was er Richard Wagner verdanke, wurde Thomas Mann einmal gefragt. Mann, der Wagner-Enthusiast und -Kritiker, zögerte nicht mit seiner Antwort: »Wunderbare Stunden, tiefen, einsamen Glücks inmitten der Theatermenge, Stunden voller Schauer und kurzer Seligkeiten, voll von Wonnen der Nerven und des Intellekts.« Diese Erfahrung wünsche ich auch Ihnen.
Dr. Reiner Haseloff
Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt



